Das Steintor war einst der Haupteingang fĂŒr königliche Besucher, die sich auf dem Weg zur Marienkirche und zum Rathaus befanden. Sehen Sie sich dieses Meisterwerk im Stil der NiederlĂ€ndischen Renaissance an, das mit Wappen der Hanse verziert ist. Wenn Sie Verschwörungstheorien ĂŒber den Bau des Tores und seine Symbolik hören möchten, sollten Sie sich unbedingt mit den Einwohnern der Stadt unterhalten. Es wurde 1575 als Ersatz eines gotischen Tors errichtet, das zerstört wurde, da sich die Stadt verweigerte, einen Ehrenschwur zu leisten.
Sie können sich dem Tor von der Stadt aus nĂ€hern, sodass es langsam neben den anderen GebĂ€uden in Sichtweite gerĂ€t. Gehen Sie an den Greifen zu beiden Seiten vorbei. Unter den Fenstern im dritten Stock werden Sie drei Wappen erkennen, die die Stadt ĂŒber die Jahre verwendete: der Greif als geheimes Siegel, der Stierkopf und das rot-weiĂ-blaue Siegel, das hanseatische Stadtwappen. Testen Sie Ihre Lateinkenntnisse anhand der Inschrift, die sich mit âIn deinen Mauern herrsche Eintracht und öffentliches Wohlergehenâ ĂŒbersetzen lĂ€sst.Â
Versuchen Sie, das Geheimnis hinter dem geschnitzten und bemalten Soldaten ĂŒber den Wappen zu lĂŒften, der entweder ein Schild oder einen runden Laib Brot in seiner Hand hĂ€lt. Das Datum neben ihm wurde in den letzten 400 Jahren auf mysteriöse Weise von 1576 auf 1314 und wieder zurĂŒck geĂ€ndert. GerĂŒchten zufolge handelt es sich um einen verrĂ€terischen StadtbĂŒrgermeister, der Rostock an seine Feinde verriet und 1314 an der Stelle des Tores inhaftiert wurde.Â
Die AuĂenfassade, so heiĂt es, sollte schlicht sein, um einen Herzog zu verĂ€rgern. An den im Stein noch vorhandenen Haken wurde einst das Fallgitter hochgehalten. Abends werden die grĂŒnen Trittleiten auf beiden Seiten beleuchtet, was daran erinnern soll, dass die Mauern des Steintors einst als wichtiger Bestandteil fĂŒr die Verteidigung Rostocks dienten.
Das Steintor liegt sĂŒdlich der Altstadt und ist fĂŒnf Minuten vom Rostocker Hauptbahnhof entfernt. Zu FuĂ sind es vom Bahnhof etwa 15 Minuten und vom Neuen Markt drei Minuten. ParkplĂ€tze befinden sich direkt an der StraĂe â am besten lĂ€sst sich Rostock jedoch zu FuĂ erleben. Oder aber Sie nehmen die StraĂenbahn, die direkt neben dem Tor hĂ€lt und gute Anbindungen an die Altstadt und den Rest der Stadt bietet.