Erkunden Sie die Ăberreste der beeindruckenden Festung Neratzia, die aus dem 14. Jahrhundert stammt und am Eingang des Hafens von Kos liegt. Die mittelalterliche Festung wurde von den Rittern des Johanniterordens errichtet, um die Insel vor den Osmanen zu verteidigen.Â
Die Ritter gehörten einem christlichen MilitĂ€rorden an und besetzten Kos ca. 200 Jahre lang, bis sie von den TĂŒrken im frĂŒhen 16. Jahrhundert vertrieben wurden.
Sie erreichen die Festung Nerantzia ĂŒber eine alte steinerne BrĂŒcke, welche die Befestigungsanlage, die frĂŒher noch auf einer Insel lag, mit dem Festland von Kos verbindet. Planen Sie fĂŒr die Besichtigung der Ruine etwa eine Stunde ein. Das Bauwerk wurde aus Stein aus der Gegend sowie den Ăberresten frĂŒherer Bauten errichtet. ErklĂ€rungen dazu finden Sie am Haupttor. Ăber dem Eingang befinden sich ein Fries und Masken aus der hellenistischen Zeit. Interessant sind auch die BasaltsĂ€ulen, die wahrscheinlich von einer frĂŒhen christlichen Basilika stammen.
Der Ă€lteste Teil der Festung, die innere Befestigungsmauer, verfĂŒgt an den Ecken ĂŒber vier TĂŒrme. Ein tiefer Graben und eine ZugbrĂŒcke schotten sie vom Ă€uĂeren Bereich ab. Im Mauerwerk stöĂt man immer wieder auf Wappenschilde. Diese gehörten den GroĂmeistern des Johanniterordens. Bemerkenswert ist auch die MĂ€chtigkeit der Ă€uĂeren Mauern, die dem Schutz vor schwerem Artilleriefeuer dienten.
Erklimmen Sie die WĂ€lle und alten TreppenhĂ€user und erkunden Sie die Ăberreste von Zimmern und DurchgĂ€ngen. An manchen Stellen ist aufgrund des unebenen Bodens Vorsicht geboten.
Das Museum bietet interessante Einzelheiten ĂŒber die Geschichte der Festung und der Ritter. Es liegt zwischen den zwei Bereichen der Festung und diente frĂŒher als Lager. Zu den Exponaten des Museums zĂ€hlen u. a. Skulpturen und AltĂ€re.
Die Festung Neratzia befindet sich am Hafen und ist tĂ€glich auĂer montags geöffnet. Der Eintritt ist gegen eine geringe GebĂŒhr möglich. Neben den antiken Ăberresten erwartet Sie von den FestungswĂ€llen ein herrlicher Blick auf die ĂgĂ€is.