Das Museum der Opfer des Genozids thematisiert die Tragödie und den Aufruhr wĂ€hrend der 50-jĂ€hrigen Besatzung Litauens durch die Sowjetunion. Das GebĂ€ude war einst ein Hauptquartier des KGB, weshalb es auch KGB-Museum genannt wird. Die Ausstellung umfasst Dokumente, Exponate und Original-GefĂ€ngniszellen. Dabei geht es um die SowjetmĂ€chte, aber auch um die Besetzung durch Nazi-Deutschland und die Rolle der FreiheitskĂ€mpfer fĂŒr den Widerstand des Landes.
Besichtigen Sie die Geschichts- und Politikausstellungen auf drei Stockwerken des beeindruckenden GebĂ€udes. Es wurde 1899, als Litauen Teil des Russischen Kaiserreichs war, als GerichtsgebĂ€ude erbaut. WĂ€hrend der Besetzungen im Ersten und Zweiten Weltkrieg wurde das GebĂ€ude von der litauischen Armee, der Gestapo und dem KGB genutzt. Im Untergeschoss kann das GefĂ€ngnis besichtigt werden, das sich noch in dem Zustand befindet, in dem es die KGB-Wachen 1991 hinterlieĂen. Die Zellen sind mit Exponaten bestĂŒckt, die die Befragung, Folter und Isolation von FreiheitskĂ€mpfern und Dissidenten zeigen. Mehr als 1.000 Menschen wurden hier hingerichtet, etwa ein Drittel davon wegen Widerstands gegen die Besatzung.
Ein Teil der Ausstellung ist den Opfern des Holocausts in Litauen wĂ€hrend der Besetzung durch Nazi-Deutschland gewidmet. Originalfotos und bedrĂŒckende Exponate erzĂ€hlen von der Geschichte des Gettos in Vilnius und dem Massenmord in Paneriei.
Besichtigen Sie die Halle, die den politischen Gefangenen Litauens gewidmet ist. Dokumentationen erklĂ€ren das sowjetische Strafsystem und die grausamen Arbeitslager. Erfahren Sie etwas ĂŒber die Rolle des KGB als Geheimdienst der Sowjetunion und sehen Sie sich die Original-Abhörausstattung und die verwanzten MöbelstĂŒcke an.
Den Abschluss bildet eine Ausstellung zur Widerstandsbewegung zwischen 1954 und 1991. Erfahren Sie, was es mit der Singenden Revolution auf sich hatte, die eine wichtige Rolle fĂŒr die Wiedererlangung der UnabhĂ€ngigkeit Litauens spielte.
Das Museum befindet sich westlich der Altstadt von Vilnius. Die EintrittsgebĂŒhr umfasst auch die Sonderausstellungen des Museums. Es sind AusstellungsbroschĂŒren und Audioguides in englischer Sprache erhĂ€ltlich. FĂŒr eine zusĂ€tzliche GebĂŒhr werden FĂŒhrungen in verschiedenen Sprachen angeboten. Das Museum ist montags, dienstags sowie an Feiertagen geschlossen.




































